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Und wieder ein Sieg...

25082012

... diesmal beim Nordseeman :-)

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Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben...

Ja, da kann ich nur zustimmen! Eine richtig erfolgreiche Norddeutschlandtour haben wir nun hinter uns. Nachdem ich auf Norderney beim Islandman gewinnen konnte, fuhren wir nicht nach Hause, sondern zu einem guten Freund von uns, Jörn aus Jesteburg bei Hamburg.

Dort trainierten wir gemeinsam, lernten die schönsten Touren durch die Lüneburger Heide und entlang der Elbe kennen, bevor es dann am Donnerstag weiter nach Wilhelmshaven zum Nordseeman ging. Der Nordseeman war ein kleines Abenteuer für sich, denn wir wohnten nicht in einer Pension oder einem Hotel, sondern durften auf dem Boot der Marinejugend übernachten.

Da ich zuvor noch nie auf einem Schiff geschlafen hatte, war ich mir nicht ganz so sicher, ob ich nicht doch seekrank werden würde!?! Doch diese Befürchtung war Gott sei dank umsonst!

Schon bei unserer Ankunft wurden wir sehr herzlich vom Kapitän Jochen begrüßt, dessen Sohn auch schon in Roth beim Challenge mitgemacht hat. Er zeigte uns unsere Kajüte und wo die Küche, die Duschen und Toiletten auf dem Schiff waren. So eine Kajüte ist wirklich nicht sonderlich groß. Jürgen und ich hatten 2 Kojen übereinander, sowie kleine Spinde, in die wir unsere Kleider legen konnten.

Das Boot war früher ein Minensuchboot mit dem Namen „Steinbock“, es wurde 1960 in Betrieb genommen und liegt nun seit 1976 außer Dienst im Hafen von Wilhelmshaven. Das Boot ist 47 m lang, 7,20 m Breit und hatte 39 Mann Besatzung.  Dies war alles ziemlich spannend und interessant für uns. Den Freitag nutzen wir wieder für Training und am Samstag ging es dann mit dem Nordseewoman schon mal los mit dem Wettkampffeeling.

Der Nordseewoman wird über eine etwas verkürzte Kurzdistanz ausgetragen und ist Deutschlands einziger reiner Frauentriathlon. Die Idee finde ich toll, denn beim Massenstart geht es oft so dermaßen zur Sache, dass wir Frauen oftmals ganz schön was einstecken müssen. Gerade für Anfängerinnen oder etwas ängstlichere Frauen, ist es besonders schön, einen reinen Frauentriathlon zu bestreiten. Da mein Trainingsplan aber auf eine Mitteldistanz ausgelegt war, sollte ich beim Nordseeman und nicht beim Woman starten. Um den Frauentriathlon aber etwas zu unterstützen, durfte ich kurz vor dem Start einige Worte an die Teilnehmerinnen richten :-) Außerdem schwamm ich den Schwimmpart mit und feuerte danach die Mädels an.

Am Nachmittag machten wir noch eine kleine Hafenrundfahrt um weitere Eindrücke vom Hafen mit dem tiefsten Seegang Deutschlands zu sammeln. Unglaublich große Schiffe lagen hier! Da war unser Boot doch noch ein sehr kleines dagegen.

Und am nächsten Tag war dann schon der Nordseeman! Unsere größten Bedenken bei dieser Nordeutschlandtour hatten wir eigentlich wegen des Wetters.  Doch sowohl auf Norderney, als auch in Hamburg und beim Nordseewoman war es sonnig und warm. Leider hatten wir beim Nordseeman nicht so viel Glück, denn es zog ein starkes Regengebiet heran, das pünktlich zum Startschuss seine Schleusen öffnete. Ich finde immer, dass wenn man als Athlet im Rennen ist, das Wetter oft gar nicht so entscheidend ist, doch für die zahlreichen Helfer und Zuschauer sah das schon anders aus. Diese jedoch standen tapfer im Regen und hielten die Stellung! Das war unglaublich toll!

Das Schwimmen, das wie beim Nordseewoman im Hafenbecken stattfand, war diesmal um einiges schwieriger, da die See durch den Sturm aufgewühlt wurde. Doch der Veranstalter hatte ganz Arbeit geleistet und wirklich viele große rote Bojen gesetzt, so dass trotz den Wellen eine gute Orientierung möglich war. Gemeinsam mit der Vorjahressiegerin Uta Zielke aus Buxtehude, konnte ich das Wasser verlassen und dank eines schnellen Wechsels als erste aufs Rad steigen. Auf dem Rad mussten wir 5 Runden a 18 km zurücklegen. Ich fühlte mich wirklich gut und konnte sehr konstant meinen Vorsprung Runde für Runde weiter ausbauen.

Da es am Anfang noch stark regnete ist meine Brille immer wieder beschlagen, so dass ich sie schließlich absetzte. Leider ist sie mir dabei aus der Hand gerutscht… und ich musste das restliche Rennen ohne Brille weiter absolvieren. Der abschließende Halbmarathon führte in 4 Runden entlang des Hafens hinauf zum Deich und wieder zurück. Auch hier konnte man die anderen Athleten sehr oft wieder sehen, so dass ich die 21,1 km schön kontrolliert „nach Hause“ laufen konnte. In der 3. Runde kam nochmals ein Schauer. Da hat es in 10 Minuten alles heruntergeregnet war nur ging! Beim Laufen fand ich das schon fast wieder cool! Aber die armen Helfer haben mir echt leid getan, die zum größten Teil ohne Schirm ihre Stellung hielten und sogar noch ein Lächeln für uns Athleten auf ihren Lippe hatten!

Schließlich konnte ich mit einer Zeit von 4:29:51 min als Siegerin beim Nordseeman einlaufen. Ein ganz tolles Rennen, mit einer super Stimmung, toller Musik, begeisterten Helfern und einer super vorbildlichen Orga! Wilhelmshaven ist eine Reise wert, auch wenn es von uns aus echt sehr weit weg ist!

Unsere Reise war aber noch nicht zu Ende, sondern führte uns vom Norden Deutschlands, ganz in den Süden, zur Eurobike nach Friedrichshafen. Dort informierten wir uns über die neusten Trends und besuchten meine Sponsoren, mit denen wir gute Gespräche führen konnten. Bei Rudy Project zeigte uns Rainer Künneth, dass ich dieses Jahr sowohl im Deutschland-, als auch im Internationalen  Katalog bin! Welch Ehre!

Nach der Eurobike ging es dann endlich mal wieder nach Hause, Wäsche waschen, Koffer packen und nun bin ich schon wieder auf Lanzarote, um mich gezielt auf meine weiteren Rennen vorzubereiten. Das Jahr hat noch einiges zu bieten! Es bleibt spannend. Vielen herzlichen Dank an meine Sponsoren! Ohne sie wäre das alles nicht möglich!

Bis bald, Eure Heidi

© Heidi Sessner 2018